Unsere Pferde
Charis al Shador
Geboren: 2002
Vater: Hades al Shatan (von Noudjoum el Sama aus der Dahila al Shatane von Asterix)
Mutter: Caiffa IV (von Ouassal aus der Pervenche)
Es begann im Spätherbst 2004 mit Charis, wir (meine spätere Ehefrau und ich) hatten eben die Entbehrungen des Tiermedizin-Physikums überstanden und die Sehnsucht, das Leben wieder mit schönen Bildern zu füllen, führte dazu, uns nach einem Berberpferd umzusehen. Schon bald wurden wir fündig in einer 1,5 jährigen Tochter des späteren Elitehengstes Hades. Charis ist bis heute vielleicht das vollkommenste Pferd, welches mir je begegnet ist. Sanft, freundlich, gelehrig, sittsam (ein seltsamer altertümlicher Begriff) würde sie gut charakterisieren, in der späteren Ausbildung immer leistungsbereit und trotzdem gut zu kontrollieren. Eine Perle von einem Pferd.
Charis wuchs während unseres Studiums in München bei uns auf, Danach kam die Zeit der Existenz- und Familiengründung, deshalb erhielt sie nie eine besonders zielgerichtete Ausbildung oder sportliche Förderung, sondern war unser Wegbegleiter in schönen, wie in schlechten Stunden. Sie brachte bei uns 2 Fohlen zur Welt, Halima von Riadh und Parvin von Cayal. leider erlitt sie im Alter von 14 Jahren durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen einen irreveriblen Schaden am Fesselträger, der jegliche weitere Nutzung als Reitpferd aussichtlos machte. zunächst war geplant, dass sie bei uns als Beistellpferd Ihren Lebensabend verbringen sollte. Leider konnte sie ihre Nachfolgerin, eine zugekaufte junge Berberstute nicht akzeptieren, wir mussten erleben, wie dieses unendlich sanfte Pferd sich gegenüber einem fremden Pferd, welches sich in ihren Hoheitsraum "hineindrängte" gebärdete wie eine Harpye. Als sämtliche Angewöhnungsversuche scheiterten und wir auch kein Pferd isoliert halten wollten, entschieden wir uns dafür, Charis Herrn Jost, dem Besitzer von Cayal zu überlassen, bei dem sie bis heute noch einige sehr schöne Fohlen zur Welt gebracht hat.
Halima
Geboren: 2002
Vater: Riadh
Mutter: Charis al Shador (von Hade al Shatane aus der Caiffa IV von Ouassal)
Halima war das erste Fohlen von Charis. Für sie sind wir bis nach Zentral-Frankreich gefahren, weil ich einen Hengst suchte, der eine Eignung für den Distanzsport versprach.
Bei Halima war es dann für mich nicht die Liebe auf den ersten Blick. Man könnte es eher eine reifende Wertschätzung im Lauf der Jahre nennen. Zunächst war ich enttäuscht, weil sie nichts von dem sanften sittsamen Wesen ihrer Mutter hatte. Vielmehr zeigte sie sich stur und eigensinnig, intelligent, keine Frage, nur nicht zum Vorteil des Menschen. In ihrer Jugend war allerdings auch wenig Zeit, sich intensiv um Ihre Ausbildung zu kümmern, ein Verkauf kam nicht in Frage, meine Frau hielt Ihre schützende Hand über sie. Rückblickend könnte man sagen, sie hat sich alles selbst beigebracht, ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir sie jemals eingeritten hätten, irgendwann lief sie unterm Sattel und irgendwann ging sie neben Charis im Zweispänner an der Kutsche.
Als ich endlich Zeit für den Distanzsport fand, waren meine Gedanken nicht mehr bei Ihr, sie war das Pferd meiner Frau, ich suchte mein Glück bei Arabern und Anglos. Im Lauf der Jahre kristallisierte sich aber immer mehr heraus, dass Halima die einzig konstante Größe in unserem Pferdebestand war, jenes Pferd, das seine waren Qualitäten erst dann zeigt, wenn alle anderen an die Grenze ihrer physischen oder psychischen Belastbarkeit kamen.
Heute, im Alter von 18 Jahren ist aus dem widerspenstigen eselartigen Biest, eine ehrwürdige Pferdedame geworden, eine graue Eminenz, die sich am liebsten im Hintergrund hält. Ihrer Sturheit hat sich zur Impulskontrolle entwickelt, aus Eigensinnigkeit wurde Leistungswille. Allerdings ist sie kein Anfängerpferd. Wenn manche Menschen den Berber als den Hund unter den Pferden bezeichnen, dann ist Halima der Schäferhund, der einen würdigen Führer verlangt. schon so manche Reitbeteiligung hat sie hilflos, aber immer wohlbehalten am Hoftor abgeliefert.
Thurayya
Abstammung
Wieder einmal hatten wie es verpasst, rechtzeitig Nachwuchs selbst heranzuziehen. Deshalb entschlossen wir uns noch einmal eine neue Stute zu kaufen und wurden fündig bei Maximillian von Glenck im Schwarzwald.
Thurayya verfügt zwar über keine Abstammung mit Referenzen im Distanzsport aber ihr physisches Erscheinungsbild, ihre Gänge und ihr emsiger Vorwärtsdrang lassen einige Hoffnungen zu. insbesondere Ihre Mutter, eine Jasontochter entspricht optisch dem Idealbild eines Distanzperdes und ihr Großvater Hakem ist ebenfalls vielversprechend.
Thurayya hebt sich charakterlich deutlich von unserer alten Halima ab. Sie hat ein sehr freundliches aufgeschlossenes aber auch impulsiveres Wesen. trotzdem konnte sie schnell die Sympathie unserer alten Herdenchefin gewinnen, worüber wir sehr glücklich sind. Immerhin mussten wir feststellen, das gerade alte Berberstuten mit Nachzucht sehr schwierig bei der Integration von neuen Pferden in die Herde sein können.
Xiva vom Rottumtal
Geboren: 01.05.2024
Vater: O'Zenko de la Foret (von Hakem a.d. Quorana, von Bourbaki)
Mutter: Halima (von Riadh a.d. Charis al Shador, von Hades)
Lange hatten wir auf unser erstes Fohlen von Halima gewartet und um so größer war die Hoffnung auf ein Stutfohlen, das die Linie von Charis und Halima fortführen würde. Umso mehr schmerzt es, da er für uns das nahezu perfekte Berberpferd darstellt! Er verfügt über dieselbe Ruhe, Intelligenz und Impulskontrolle wie seine Mutter, Optisch entwickelt er sich zu einem kräftigen, robusten, schnörkellosen aber ungemein ausdruckstarken und markanten Gebrauchspferde-Typ. Oft läuft er bei unseren Ausritten schon an der Hand mit und ist hier extrem leicht zu handeln. Inzwischen haben wir schon mit dem theoretischen Teil seiner Ausbildung begonnen und obwohl wir von unseren Berbern sicherlich verwöhnt sind, ist es immer wieder überwältigend, wie schnell die Auffassungsgabe dieses jungen Hengstes ist.
Da wir ein Zuchtbetrieb sind, hat Xiva bei uns leider keine langfristige Zukunft (es sei den als gekörter Hengst aber das steht selbst bei ihm in den Sternen), trotzdem werden wir ihn so lange wie möglich behalten und freuen uns auf jeden weiteren Schritt seiner Ausbildung
außerdem Charly unser Wallach
Charly ist kein Berber sondern ein Paintwallach. Er wird vor allem (aber nicht nur) von den Kindern geritten und geliebt, ist aber auch schon auf diversen Distanzritten in den Disziplinen Kinderdistanz, EFR, KDR und MDR (bis 66km) gestartet. In der Aufzucht von unserem Hengst Xiva ist er eine große Hilfe.


















































